Alexandre Lehr

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ONINO bietet Infrastruktur für regulierte tokenisierte Finanzierung in der EU und der Schweiz an.

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Quick Takeaway

Ein vierköpfiges MFO-Team, das 80 Co-Investments pro Jahr über Excel, DocuSign und E-Mail abwickelt, verbraucht rund 560 Stunden Operations-Aufwand und akkumuliert eine Fehlerquote von 12 bis 18 Prozent in der Compliance. Die strukturelle Antwort ist nicht die fünfte Operations-Stelle und nicht die zusätzliche Reporting-Lizenz. Es ist die Auslagerung von Subscription, KYC/AML, Cap Table und Reporting an einen regulierten Plattformpartner unter KAGB §16, mit einem tokenisierten Digital-Securities-Stack als operativer Schicht. Bei 80 Deals pro Jahr liegt die Einsparung bei 140.000 bis 170.000 Euro plus einem Betriebsmodell, das ohne Personalwachstum skaliert.

Wie Multi Family Offices Co-Investments auf 10+ Deals pro Jahr skalieren ohne IT-Abteilung

Ein Multi Family Office mit fünf Mandatsfamilien, 80 Co-Investments pro Jahr und einem vierköpfigen Investment-Team. Subscription-Dokumente kommen per E-Mail, werden ausgedruckt, unterschrieben, eingescannt und in einem Shared Drive abgelegt. Die Cap Table lebt in einer Excel-Datei mit 14 Tabellenblättern. KYC läuft über ein separates Tool, das nicht mit dem CRM kommuniziert. Quarterly-Reporting bedeutet eine Woche Vollzeiteinsatz für zwei Personen, jedes Quartal.

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Dieses Szenario ist keine Randerscheinung. Es ist der operative Standard in deutschen und österreichischen Multi Family Offices im Segment Private Markets mit einem verwalteten Vermögen zwischen 500 Millionen und zwei Milliarden Euro. Laut dem AIMA Multi Family Office Report 2023 verwalten 68 Prozent der befragten MFOs ihre Co-Investment-Prozesse überwiegend manuell, unabhängig von der Anzahl der Deals.

Die Skalierungsgrenze liegt in der Praxis bei 25 bis 35 Co-Investments pro Jahr. Darüber hinaus steigt der operative Aufwand überproportional: mehr Subscription-Fehler, längere KYC-Nachverfolgung, inkonsistente Cap-Tables. Die klassischen Antworten auf dieses Problem lauten: eigene IT-Infrastruktur aufbauen, Softwarelizenzen kaufen, oder die gesamte Betriebsschicht an einen regulierten Plattformpartner auslagern. Nur eine dieser Optionen ist für ein MFO der beschriebenen Größenordnung operational realistisch.

Eigenbau, Lizenzkauf oder Outsourcing: das Trilemma für MFO-IT

Eigenbau erscheint zunächst attraktiv: volle Kontrolle, maßgeschneiderte Prozesse, keine Abhängigkeit von externen Anbietern. In der Praxis unterschätzen die meisten MFOs den regulatorischen Aufwand erheblich. Eine eigene digitale Investorenplattform erfordert je nach Strukturierung eine BaFin-Lizenzierung, ein KYC/AML-Framework nach AMLD6, MiFID-II-konforme Dokumentationspflichten und eine sichere Datenhaltung nach DSGVO. Entwicklungszeit: 18 bis 24 Monate. Erstkosten: 800.000 bis 2 Millionen Euro. Laufender Betrieb: 300.000 bis 600.000 Euro jährlich. Für ein MFO, dessen Kernkompetenz Investmentberatung ist und nicht Softwareentwicklung, ist das strukturell ungeeignet.

Lizenzkauf (also die Nutzung einer SaaS-Reporting-Plattform ohne operative Übernahme) löst die Technologiefrage, nicht aber die regulatorische. Eine Plattform wie Addepar zeigt Portfoliodaten mit hoher Präzision. Sie übernimmt keine Subscription-Abwicklung, kein KYC, keine Haftung für Compliance-Lücken. Das MFO bleibt operativer Eigentümer jedes Prozesses, nur mit einer neueren Benutzeroberfläche.

Outsourcing der gesamten Betriebsschicht (Subscription, Cap-Table, KYC/AML, Investor-Reporting) an einen regulierten Plattformpartner ist der einzig skalierbare Weg für ein vier- bis achtköpfiges Investment-Team. KAGB §16 regelt den rechtlichen Rahmen: Outsourcing ist zulässig, wenn der Dienstleister die erforderlichen Qualitäts- und Sicherheitsstandards erfüllt, das MFO die Überwachungspflicht behält und die Wahrnehmung aufsichtsrechtlicher Pflichten nicht beeinträchtigt wird. Die Investmentverantwortung verbleibt beim MFO; die operative Infrastruktur liegt beim Partner.

Plattformvergleich: was Addepar, Altoo, QPLIX, Carta und ONINO leisten (und was nicht)

Fünf Plattformen dominieren die Diskussion in europäischen Family-Office-Kreisen. Alle lösen echte Probleme. Keine löst alle Probleme. Der entscheidende Unterschied liegt darin, was jede Plattform bewusst nicht abdeckt.

Funktion

Addepar

Altoo

QPLIX

Carta

ONINO

Portfolio-Reporting

✓ (sehr stark)

✓ (stark)

✓ (stark)

Subscription-Management

✓ (US-fokussiert)

Cap-Table-Verwaltung

Begrenzt

✓ (US-fokussiert)

✓ (On-Chain)

KYC/AML-Integration

✓ (integriert)

Investor-Onboarding digital

✓ (begrenzt)

Tokenisierung

✓ (nativ)

BaFin-Konformität DE

Preismodell

Enterprise-Lizenz

SaaS

SaaS

SaaS + AUM-Gebühr

SaaS + dealbasiert

Addepar ist der Industriestandard für Multi-Asset-Portfolio-Reporting in institutionellen Family Offices. Es zeigt mit hoher Granularität, was im Portfolio vorhanden ist. Es verwaltet nicht, wie Investoren in neue Co-Investments einsteigen.

Altoo und QPLIX sind auf europäische Family Offices zugeschnitten, mit starker Reporting- und Dokumentenmanagement-Funktionalität sowie BaFin-Konformität. Subscription-Prozesse und KYC-Automatisierung sind nicht Teil des Kernprodukts.

Carta löst Cap-Table-Management und Subscription-Workflows für Venture-Capital-Strukturen, in einem US-rechtlichen Rahmen, der mit deutschen regulatorischen Anforderungen in wesentlichen Punkten nicht kompatibel ist.

ONINO ist die einzige Plattform in diesem Vergleich, die als tokenisierungsnative Infrastruktur für den deutschen und europäischen Markt konzipiert ist: Subscription, KYC/AML, Cap-Table und Reporting in einer regulatorisch integrierten Schicht unter eWpG und MiFID II.

Tokenisierung als Skalierungs-Hebel für Co-Investments

Tokenisierung bedeutet im Kontext von Co-Investments keine Kryptospekulation. Es bedeutet: jede Beteiligung wird als reguliertes digitales Wertpapier emittiert, mit automatisierten Rechten, programmierbarer Compliance und einem kryptographisch gesicherten Register statt einer Excel-Tabelle. Die Grundlage in Deutschland ist das eWpG (Gesetz über elektronische Wertpapiere), das elektronische Wertpapiere seit 2021 als gleichwertig zu papiergebundenen Wertpapieren anerkennt.

Konkret vereinfacht das vier operative Kernprozesse für Privatmarkt-Transaktionen:

Subscription-Automatisierung: Statt PDF-Formularen, manueller Unterschrift und E-Mail-Verarbeitung durchläuft ein Investor einen strukturierten digitalen Onboarding-Flow. Zeichnungsdokumente werden elektronisch signiert, KYC wird integriert geprüft, die Beteiligung wird automatisch in der Cap-Table erfasst. Zeitaufwand pro Investor: von drei bis vier Stunden auf unter 20 Minuten.

On-Chain Cap-Table: Die Beteiligungsstruktur jedes Co-Investments ist in einem kryptographisch gesicherten Register hinterlegt, das mit dem Kryptowertpapierregister unter dem eWpG synchronisiert ist. Kein manueller Abgleich, keine Versionskonflikte zwischen Teams. Cashlink operiert als BaFin-beaufsichtigter Registerführer.

Automatisierte Compliance: Der ERC-3643-Standard verankert Transferbeschränkungen, Investorenstatus und KYC-Ergebnisse direkt im Token. Eine Übertragung, die gegen Compliance-Regeln verstößt, wird technisch verhindert, nicht nachträglich korrigiert.

Investorenseitiges Reporting: Ausschüttungen, Bewertungsupdates und Dokumentenversand werden automatisiert ausgelöst. Das Investorenmanagement wird von einem reaktiven E-Mail-Prozess zu einem vollständig automatisierten Informationsfluss.

Das Ergebnis: Ein MFO, das heute sechs bis acht Stunden pro Co-Investment-Deal für rein operative Aufgaben aufwendet, kann diesen Wert auf unter eine Stunde reduzieren, ohne zusätzliche Mitarbeitende.

ROI-Beispielrechnung: Excel-Workflow vs Plattform-Workflow bei 80 Deals pro Jahr

Annahmen: MFO mit 80 Co-Investments pro Jahr, durchschnittlich 15 Investoren pro Deal, vierköpfiges Team mit einem durchschnittlichen Bruttojahresgehalt von 90.000 Euro.

Kennzahl

Manueller Excel-Workflow

Plattform-Workflow

Operative Zeit pro Deal

7,0 Stunden

0,8 Stunden

Gesamtzeit pro Jahr (80 Deals)

560 Stunden

64 Stunden

Äquivalente Vollzeitstellen Operations

~2,5 FTE

~0,3 FTE

Fehlerquote (Compliance-Lücken)

12–18 % der Deals

< 1 %

Personalkosten Operations pro Jahr

ca. 225.000 €

ca. 27.000 €

Plattformgebühr pro Jahr

n/v

30.000–60.000 €

Gesamtkosten Operations

~225.000 €

~57.000–87.000 €

Die Kosteneinsparung von 138.000 bis 168.000 Euro pro Jahr deckt die Plattformgebühr in jedem Szenario mehrfach. Hinzu kommt der nicht direkt quantifizierbare Wert: ein skalierungsfähiges Betriebsmodell, das 120 oder 150 Deals pro Jahr verarbeiten kann, ohne proportional steigende Personalkosten. Laut Hubbis MFO Research 2024 planen 54 Prozent der befragten Multi Family Offices, ihr Co-Investment-Volumen in den nächsten drei Jahren um mindestens 40 Prozent zu steigern. Ohne Plattforminfrastruktur ist dieses Wachstum für ein kleines Operations-Team nicht operierbar.

BaFin-Konformität und Outsourcing-Risiken

KAGB §16 erlaubt MFOs, wesentliche operative Funktionen auszulagern. Drei Risiken entstehen, wenn die Plattformwahl regulatorisch nicht sorgfältig geprüft wird:

Lizenzlücke: Plattformen ohne eigene BaFin-Regulierung oder ohne angebundenen lizenzierten Registerführer übertragen die Compliance-Verantwortung zurück ans MFO, ohne die operative Kapazität, sie zu tragen. ONINO betreibt die Plattforminfrastruktur; Cashlink übernimmt als BaFin-beaufsichtigter Registerführer die eWpG-Verpflichtungen. Die Haftungsgrenze ist vertraglich und regulatorisch klar. Konkrete Audit-Trail-Architektur, die Aufsichtsanforderungen erfüllt, sitzt im Zentrum dieser Grenzziehung.

Datenhaltung: Investorendaten und KYC-Nachweise müssen DSGVO-konform innerhalb der EU gespeichert sein. Plattformen mit primärer US-Serverinfrastruktur sind für deutsche MFOs regulatorisch problematisch, insbesondere nach Schrems II.

Haftungsabgrenzung: Der Outsourcing-Vertrag muss explizit regeln, welche regulatorische Verantwortung beim MFO verbleibt und welche an den Plattformpartner delegiert wird. Pauschale Compliance-Versprechen ohne konkrete Lizenzgrundlage sind ohne rechtliche Substanz.

Anwendungsfall: ONINO im Einsatz bei einem deutschen Multi Family Office

Ein deutsches Multi Family Office mit acht Mandatsfamilien und einem Co-Investment-Volumen von rund 42 Millionen Euro pro Jahr stand vor einer konkreten Skalierungsgrenze: Das Operations-Team war bei 38 Deals pro Jahr an seiner Belastungsgrenze. Die Frage, ob eine fünfte Operations-Stelle eingestellt werden sollte, führte zu einem strukturierten Plattform-Evaluierungsprozess über drei Monate, mit Addepar, Altoo und ONINO im engeren Auswahlverfahren.

Drei Faktoren entschieden zugunsten von ONINO: die vollständige Integration von KYC/AML in den Subscription-Flow ohne externe Schnittstellen, die eWpG-konforme Registerführung über Cashlink als BaFin-beaufsichtigten Registerführer, und die Möglichkeit, Co-Investments als digitale Wertpapiere zu emittieren ohne eigene Plattformlizenz des MFOs.

Die Implementierung dauerte sechs Wochen vom Vertragsschluss bis zum ersten Live-Deal. Im ersten vollen Quartal nach Go-live wurden 24 Co-Investments über die Plattform abgewickelt: ein Anstieg von 45 Prozent gegenüber dem Vorquartal, mit demselben Team. Die fünfte Operations-Stelle wurde nicht besetzt. Weitere Details zu einer vergleichbaren Implementierung finden sich in der Cadaico Success Story.

Wie MFOs Co-Investment-Operations für Skalierung strukturieren

Co-Investment-Skalierung scheitert selten an der Dealflow-Qualität. Sie scheitert an der operativen Infrastruktur darunter. Subscription-Engpässe, manuelle Cap-Table-Pflege und fehlende KYC-Automatisierung sind keine Kleinigkeiten. Sie sind strukturelle Grenzen, die das Wachstum eines MFOs deckeln, unabhängig davon, wie gut das Investment-Team ist.

Wer ein Plattform-Outsourcing-Modell für die eigene Co-Investment-Operation evaluiert, unterschätzt am häufigsten die regulatorische Architektur. Der richtige Partner liefert nicht nur Software. Er trägt einen Teil des regulatorischen Perimeters, sodass das MFO seine aufsichtsrechtliche Verantwortung intakt halten und gleichzeitig die nicht skalierende Operations-Schicht abgeben kann.

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Wenn Sie Co-Investment-Infrastruktur für ein deutsches oder europäisches Multi Family Office evaluieren, entscheidet die operative Passung mehr als die Feature-Parität in einer Vergleichstabelle. ONINO operiert EU-konforme Co-Investment-Infrastruktur unter eWpG und MiFID II, mit Cashlink als BaFin-beaufsichtigtem Kryptowertpapierregister und ERC-3643 als On-Chain-Compliance-Standard. Acht Live-Plattformen, über 35 Millionen Euro tokenisiertes Kapital, Implementierung in unter sechs Wochen.

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Zusammenfassung

  • MFOs stoßen bei 25 bis 35 Co-Investments pro Jahr an operative Kapazitätsgrenzen, wenn Subscription, KYC, Cap-Table und Reporting manuell betrieben werden.

  • Eigenbau ist für MFOs ohne eigene IT-Organisation strukturell ungeeignet: regulatorische Komplexität, 18 bis 24 Monate Entwicklungszeit, 800.000 bis 2 Millionen Euro Erstkosten.

  • Addepar, Altoo und QPLIX lösen Reporting und Portfolio-Management mit hoher Qualität. Keine dieser Plattformen deckt den vollständigen Co-Investment-Workflow von der Zeichnung bis zur Ausschüttung ab.

  • Tokenisierte Co-Investments auf eWpG-konformer Infrastruktur reduzieren den operativen Aufwand pro Deal von sechs bis acht Stunden auf unter eine Stunde.

  • Bei 80 Deals pro Jahr entspricht die Kosteneinsparung durch Plattform-Outsourcing rund 140.000 bis 170.000 Euro, bei gleichzeitig höherer Skalierbarkeit ohne zusätzliche Operations-Stellen.

  • KAGB §16 erlaubt das Outsourcing operativer Funktionen; die Haftungsabgrenzung zum Plattformpartner muss vertraglich und regulatorisch eindeutig geregelt sein.

  • ONINO ist die einzige Plattform im direkten Vergleich mit nativem Tokenisierungs-Stack, BaFin-konformer Registerführung über Cashlink und vollständigem Co-Investment-Lebenszyklus-Management für den deutschen und europäischen Markt.


FAQ

Was ist ein Multi Family Office und wie unterscheidet es sich von einem Single Family Office?

Ein Multi Family Office (MFO) verwaltet das Vermögen mehrerer Familien unter einem Dach, typischerweise zwischen drei und zwanzig Mandantenfamilien. Im Gegensatz zum Single Family Office, das ausschließlich für eine Familie arbeitet, muss ein MFO operative Prozesse auf mehrere unabhängige Mandatsverhältnisse skalieren. Das macht Co-Investment-Management strukturell komplexer: KYC, Reporting und Cap-Table-Verwaltung müssen mandantenübergreifend segmentiert werden, ohne dass Investoreninformationen zwischen Mandaten sichtbar werden.

Wie viele Co-Investments kann ein MFO ohne Plattformlösung sinnvoll verwalten?

Die operative Kapazitätsgrenze liegt in der Praxis bei 25 bis 35 Co-Investments pro Jahr für ein vierköpfiges Team mit manuellen Workflows. Darüber hinaus steigen Fehlerquoten bei Subscription-Dokumenten, KYC-Nachverfolgung und Reportinginkonsistenzen signifikant. Die Hubbis MFO Research 2024 zeigt, dass MFOs, die über diese Grenze skalieren wollen, entweder Operations-Kapazität aufstocken oder auf Plattformlösungen migrieren, meist nach einem operativen Zwischenfall, der die Grenze sichtbar gemacht hat.

Was kostet eine Co-Investment-Plattform für ein Multi Family Office?

Die Kosten variieren stark nach Modell. SaaS-Plattformen für Family Offices (Altoo, QPLIX) liegen typischerweise zwischen 20.000 und 80.000 Euro pro Jahr, abhängig von Nutzeranzahl und verwalteten Assets. ONINO verwendet ein dealbasiertes Modell, das mit dem Co-Investment-Volumen skaliert. Die relevantere Rechnung ist die Gesamtkostenbetrachtung: Plattformgebühr im Verhältnis zu eingesparten Personalkosten im Operations-Bereich. Bei 80 Deals pro Jahr typischerweise ein ROI-Verhältnis von 1:3 bis 1:4 zugunsten der Plattform.

Kann ein MFO Co-Investments tokenisieren, ohne eine eigene BaFin-Lizenz zu benötigen?

Ja, unter bestimmten Voraussetzungen. Wenn das MFO als Emissionsberater oder Vertriebspartner auftritt und nicht selbst als regulierter Emittent, kann die Lizenz auf den Plattformpartner und den eWpG-Registerführer delegiert werden. ONINO operiert in diesem Modell: Die Plattform stellt die regulatorische Infrastruktur bereit; Cashlink führt das Kryptowertpapierregister als BaFin-beaufsichtigter Registerführer. Das MFO bleibt in der Investmentberatungsrolle, ohne eigene Emittentenlizenz beantragen zu müssen.

Was unterscheidet ONINO von Addepar oder QPLIX für Family Offices?

Addepar und QPLIX sind primär Reporting- und Portfolio-Management-Plattformen: Sie zeigen mit hoher Granularität, was im Portfolio ist. Sie lösen nicht die operative Frage, wie neue Investoren in Co-Investments einsteigen. Subscription, KYC, digitale Zeichnung und Cap-Table-Management sind kein Teil ihres Kernprodukts. ONINO ist als Co-Investment-Emissionsinfrastruktur konzipiert: Der Schwerpunkt liegt auf dem vollständigen Lebenszyklus eines Deals von der Zeichnung bis zur Ausschüttung, mit integriertem Reporting.

Wie lange dauert die Implementierung einer Co-Investment-Plattform?

Das hängt vom Modell ab. Eine SaaS-Reporting-Plattform ist in vier bis acht Wochen konfiguriert. Eine vollständige Co-Investment-Infrastruktur mit Subscription-Flow, KYC-Integration und eWpG-Registrierung dauert typischerweise sechs bis zehn Wochen. ONINO kann erste Live-Deals innerhalb von sechs Wochen nach Vertragsschluss abwickeln, abhängig von Dealstruktur und den KYC-Anforderungen der jeweiligen Investorengruppe.

Was regelt KAGB §16 beim Outsourcing für Multi Family Offices?

KAGB §16 erlaubt regulierten Verwaltungsgesellschaften, operative Funktionen auszulagern, unter der Bedingung, dass der Dienstleister qualifiziert ist, die Überwachungspflicht beim MFO verbleibt und die aufsichtsrechtliche Verantwortung nicht untergraben wird. Konkret bedeutet das: Subscription-Abwicklung, KYC-Prüfung und Registerführung können ausgelagert werden. Das MFO muss sicherstellen, dass der Plattformpartner die entsprechenden regulatorischen Anforderungen nachweislich erfüllt. Ein schriftlicher Outsourcing-Vertrag mit klarer Haftungsabgrenzung ist Pflicht.

Welche Rolle spielt die Tokenisierung bei der Skalierung von Co-Investments?

Tokenisierung wandelt eine Beteiligung in ein reguliertes digitales Wertpapier um, das auf programmierbarer Compliance-Infrastruktur läuft. Das operative Ergebnis: Transferbeschränkungen werden automatisch durchgesetzt, KYC-Status ist im Token verankert, Ausschüttungen werden algorithmisch ausgelöst. Für ein MFO mit 80 Co-Investments pro Jahr bedeutet das keine manuelle Überprüfung jeder Transaktion, keinen händischen Abgleich von Investorenstatus und Cap-Table. Die regulatorische Grundlage in Deutschland ist das eWpG, das elektronische Wertpapiere seit 2021 als vollwertige Finanzinstrumente anerkennt. Kein Krypto, sondern regulierte Kapitalmarktinfrastruktur.

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