Kristina Stark

Junior Growth Manager

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ONINO bietet Infrastruktur für digitale & tokenisierte Finanzierung in der EU und der Schweiz an.

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Key Takeaways

Immobilien sind das beliebteste Segment im europäischen Crowdfunding: Die ESMA zählte für 2024 rund 1,45 Millionen Anleger in diesem Sektor, mehr als in jedem anderen, bei einem Gesamtvolumen von 4,25 Milliarden Euro über 181 zugelassene Plattformen (ESMA, Dezember 2025). Wer eine solche Plattform betreiben will, braucht heute eine ECSPR-Lizenz von einer einzigen EU-Aufsichtsbehörde, die anschließend im gesamten EWR gilt, und wartet darauf je nach Land 3 bis 9 Monate. Der Beitrag behandelt, warum Immobilien den Markt anführen, was die Lizenz erlaubt, warum 81 Prozent der europäischen Deals Fremdkapital und nicht Eigenkapital sind, aus welchen fünf Ebenen der Aufbau besteht (Dealpipeline, Instrument, Investoren-Onboarding, Lizenz, Software), was die Software vom ersten Tag an durchsetzen muss und ob man kaufen oder selbst entwickeln sollte. Die Lizenz ist der längste Pfad, über den Ertrag im ersten Jahr entscheidet aber die Dealpipeline, und die Arbeit daran kann heute beginnen.

Eine Immobilien-Crowdfunding-Plattform ist ein Online-Marktplatz, auf dem ein Bauträger ein Projekt veröffentlicht und viele private Anleger es gemeinsam finanzieren, jeder mit einigen hundert oder einigen tausend Euro. In der Europäischen Union laufen solche Plattformen häufig unter einem einheitlichen Regelwerk, der europäischen Schwarmfinanzierungsverordnung ECSPR, also dem EU-Gesetz, das festlegt, wer eine solche Plattform betreiben darf und wie Anleger geschützt werden müssen. Die Plattform verleiht dabei nie eigenes Geld und kauft nie die Immobilie. Sie bringt Kapital und Projekte zusammen, erstellt die Unterlagen, die die Aufsicht verlangt, und berechnet dafür eine Gebühr. Es gibt weitere Wege, über die ein Plattformbetreiber Unternehmen öffentlich Kapital aufnehmen lassen kann, etwa nationale Regime oder MiFID II. Diese behandelt der Beitrag nicht.

Warum sind Immobilien das größte Segment im europäischen Crowdfunding?

Wie die Grafik zeigt, sind Immobilien die Anlageklasse, in die europäische Kleinanleger tatsächlich investieren. Im Market Report Crowdfunding in the EU 2025 vom 22. Dezember 2025 weist die europäische Wertpapieraufsicht ESMA rund 4,25 Milliarden Euro Emissionsvolumen für 2024 aus, verteilt auf 181 zugelassene Plattformen in 21 Mitgliedstaaten. Immobilien erreichten dabei 1,45 Millionen Anleger, mehr als jeder andere Sektor, und das Baugewerbe lag mit rund 1,04 Milliarden Euro auf Platz zwei nach eingesammeltem Kapital. 88 Prozent aller Teilnehmer waren Privatanleger.

Ein Detail zur Grafik gehört dazu, damit die Zahlen nicht falsch gelesen werden. Die Balken zeigen ausschließlich die Sektoren, die die ESMA separat nach eingesammeltem Kapital ausweist, an der Spitze freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen mit 1,35 Milliarden Euro und das Baugewerbe mit 1,04 Milliarden Euro. Immobilien haben deshalb keinen eigenen Balken, ihr Euro-Volumen steckt in den übrigen 1,86 Milliarden Euro. Der Sektor führt also bei den Anlegerzahlen, während ein anderer Sektor bei den Euro-Beträgen führt.

Diese Zahlen beschreiben eine ungewöhnlich freundliche Nachfrageseite für einen neuen Betreiber. Eine Wohnung in einer konkreten Straße versteht auch ein Erstanleger ohne Finanzstudium, die Mindestbeträge liegen bei wenigen hundert Euro, und die Rendite wird als Prozentsatz genannt und nicht als Anteil an einem ungewissen Exit. Genauer betrachtet konzentriert sich Immobilien-Crowdfunding in Europa allerdings auf wenige Märkte: Auf Frankreich entfielen 2024 rund 1,45 Milliarden Euro und damit 34,1 Prozent des EU-Volumens, auf die Niederlande 1,00 Milliarden Euro und auf Spanien 0,45 Milliarden Euro.

Nachfrage ist jedoch keine Garantie. Das Crowdfunding-Barometer 2024 von Forvis Mazars und France FinTech weist für Frankreich einen Rückgang des gesamten Crowdfunding-Volumens um 17 Prozent aus, im Immobiliensegment sogar um rund 26 Prozent, weil höhere Zinsen und stockende Projekte auf die Kreditbücher durchschlugen. Die 4,25 Milliarden Euro belegen also, dass der Markt existiert, nicht dass er jedes Jahr wächst. Ein Betreiber sollte eine Plattform planen, die auch einen schwachen Jahrgang übersteht.

Was erlaubt eine ECSPR-Lizenz einer Crowdfunding-Plattform für Immobilien?

Eine ECSPR-Lizenz erlaubt es, Anleger und kapitalsuchende Unternehmen zusammenzubringen, und zwar mit einer einzigen Zulassung im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum. Beantragt wird sie bei der Finanzaufsicht eines EU-Landes, in Deutschland bei der BaFin. Nach der Zulassung dürfen Projektträger und Anleger in allen übrigen Mitgliedstaaten bedient werden, ohne dass ein zweiter Antrag nötig ist. Für den Marktzugang in einem weiteren Land genügt eine Anzeige bei der Heimataufsicht, 15 Tage später darf die Tätigkeit dort beginnen. Die Übergangsfrist für Plattformen nach altem nationalem Recht endete am 10. November 2023, einen unlizenzierten Weg gibt es für eine Immobilien-Crowdfunding-Plattform also nicht mehr.

Die Pflichten, die mit der Lizenz kommen, sind vergleichsweise gut lesbar, weil die Verordnung für kleine Anbieter geschrieben wurde. Fünf Vorgaben prägen das Produkt.

Vorgabe

Was sie praktisch bedeutet

5-Millionen-Grenze

Ein Projektträger darf innerhalb von 12 rollierenden Monaten über alle Crowdfunding-Plattformen hinweg höchstens 5 Millionen Euro einsammeln. Darüber hinaus wird ein Prospekt fällig, ein langes, von der Aufsicht gebilligtes Rechtsdokument, und die Emission verlässt den Anwendungsbereich der ECSPR

Eigenmittel

Die Plattform muss den höheren Betrag aus 25.000 Euro oder einem Viertel der fixen Gemeinkosten des Vorjahres vorhalten, als Puffer für eine geordnete Abwicklung

Anlagebasisinformationsblatt (KIIS)

Eine standardisierte Kurzdarstellung jedes Projekts auf maximal sechs Seiten, erstellt vom Bauträger. Die Plattform muss prüfen, ob sie vollständig und verständlich ist

Eingangswissenstest

Vor der ersten Investition muss die Plattform mit Fragen belegen, dass der Anleger versteht, was er kauft und was er verlieren kann

Bedenkzeit

Nicht erfahrene Anleger dürfen ihre Zeichnung innerhalb von vier Tagen ohne Begründung widerrufen, die Zeichnungsstrecke braucht also einen eingebauten Countdown

Die 5-Millionen-Grenze bestimmt, wie eine Immobilienplattform konstruiert wird. Ein mittelgroßes Wohnbauprojekt in Deutschland oder Frankreich überschreitet diesen Betrag mühelos. Betreiber teilen die Finanzierung deshalb je Projektgesellschaft auf, platzieren über die Plattform gezielt die Mezzanine-Tranche zwischen Bankdarlehen und Eigenkapital des Bauträgers, oder arbeiten für größere Tickets mit einem lizenzierten Wertpapierinstitut zusammen. Vor allem gilt: Die Grenze hängt am Projektträger und nicht an der Plattform, geprüft werden muss sie aber von der Plattform. Diese Prüfung gehört deshalb ab dem ersten Deal in das Onboarding und nicht in eine handgepflegte Tabelle.

Auch der Ort des Antrags entscheidet über die Dauer. Gesetzlich sind es drei Monate ab vollständigem Antrag, in der Praxis reicht die Spanne von etwa 3 bis 5 Monaten in Litauen und Estland bis zu 6 bis 9 Monaten in Deutschland, Frankreich und Spanien. Karsten Wenzlaff, der an der Ausgestaltung der Verordnung mitgewirkt hat, hat diese Spanne aus erster Hand erlebt:

"Their regulator was able to process these license applications within six weeks... And in other countries it took them sometimes 18 months because they were going back to the platform, asking for more information and then would drag this process along."

Karsten Wenzlaff, Generalsekretär Bundesverband Crowdfunding, Vorstandsmitglied EDFA

Eine Pflicht ist neu und wird oft übersehen. Seit dem 17. Januar 2025 fallen Schwarmfinanzierungsdienstleister unter DORA, den EU-Rechtsakt zur digitalen operationalen Resilienz, also das Gesetz, das Finanzunternehmen zwingt nachzuweisen, dass ihre IT Ausfälle und Angriffe übersteht. Diese Anforderung trifft die Softwareauswahl und nicht die Rechtsabteilung, und Aufsichtsbehörden fragen sie im Zulassungsverfahren ab.

Fremdkapital oder Eigenkapital: Welches Instrument passt zum Immobilienprojekt?

Die meisten europäischen Immobilienplattformen platzieren Fremdkapital und keine Anteile. Die ESMA-Daten für 2024 weisen 58 Prozent des EU-Volumens als kreditbasiertes Crowdfunding aus und weitere 23 Prozent als Schuldtitel, gegenüber 12 Prozent Eigenkapital. Dieser Unterschied ist keine Modeerscheinung. Ein Bauträger will Kapital für 18 bis 36 Monate zu einem bekannten Preis und keine hundert neuen Gesellschafter in der Projektgesellschaft, während ein Anleger einen festen Zins will und im Idealfall eine Sicherheit am Grundstück.

Kriterium

Fremdkapital (Darlehen oder Anleihe)

Eigenkapital (Anteile an der Projektgesellschaft)

Rendite für Anleger

Fester Zins, in europäischen Immobiliendeals zuletzt häufig 6 bis 10 Prozent pro Jahr

Anteil am Gewinn bei Verkauf oder Refinanzierung, bis zum Exit offen

Besicherung

Möglich über eine Grundschuld, im Rang hinter der Bank

Letzter Rang, nach allen Fremdkapitalgebern

Laufzeit

Von Beginn an definiert, passend zum Bauzeitenplan

Offen bis zur Veräußerung

Operativer Aufwand

Zinspläne, Ausfälle, Prolongationen, Sicherheitentreuhänder

Beteiligungsregister, Gesellschafterreporting, Exit-Mechanik

Typischer Einsatz

Projektentwicklung, Zwischenfinanzierung, Mezzanine-Lücke

Bestandsportfolios, Value-Add-Repositionierung

Im deutschsprachigen Raum wird der Fremdkapitalweg meist als Nachrangdarlehen ausgestaltet, also als Darlehen, das im Krisenfall zuletzt bedient wird, oder als Genussrecht, das eine gewinnabhängige Vergütung ohne Stimmrechte zahlt. Beide gelten als Vermögensanlagen und nicht als Wertpapiere, weshalb sie Bauträgerfinanzierungen in der DACH-Region dominieren. Das ist nicht nur eine juristische Frage: Das gewählte Instrument bestimmt das Risiko des Anlegers, den Berichtsaufwand der Plattform und ob dieselbe Struktur für die nächsten zwölf Projekte wiederverwendet werden kann, statt jedes Mal neu entworfen zu werden.

Aus welchen fünf Ebenen besteht eine Immobilien-Crowdfunding-Plattform?

Eine Immobilienplattform plant man am besten als fünf Ebenen, die parallel entstehen, und nicht als Abfolge von Meilensteinen. Wir nennen das den ONINO Property Platform Stack. Er existiert, weil der häufigste Fehlstart darin besteht, vier Ebenen fertigzustellen und dann neun Monate auf die fünfte zu warten.

Nur eine dieser Ebenen läuft auf einer Uhr, die Sie nicht kontrollieren. Die ECSPR-Zulassung dauert 3 bis 9 Monate bei einer einzigen nationalen Aufsicht, bevor der EWR-Pass die übrigen Mitgliedstaaten öffnet. Deshalb geht der Lizenzantrag zuerst raus, und deshalb wird die Jurisdiktion häufig nach der Bearbeitungsgeschwindigkeit der Aufsicht ausgewählt und nicht nach dem eigenen Heimatmarkt.

Die anderen vier Ebenen bestimmen Sie selbst. Das Fremd- oder Eigenkapitalinstrument dokumentiert eine Anwaltskanzlei einmalig in 4 bis 8 Wochen, danach wird es je Projekt wiederverwendet. Das Investoren-Onboarding setzt die Software selbst durch, also Identitätsprüfung, Eingangswissenstest, Anlagegrenzen und die viertägige Bedenkzeit. Und die Plattform selbst ist eine Frage von Wochen, wenn sie gekauft wird, und von Quartalen, wenn sie entwickelt wird.

Ebene eins unterschätzen Erstbetreiber am häufigsten. Eine zugelassene Plattform ohne namentlich bekannte Bauträger, ohne finanzierbare Projekte und ohne wiederholbare Bonitätsprüfung hat an dem Tag, an dem die Erlaubnis kommt, nichts zu listen. Die Lizenz dauert Monate, folgt aber einem bekannten Verfahren mit bekannter Checkliste, während acht Bauträger davon überzeugt werden müssen, ihr nächstes Projekt einer Plattform anzuvertrauen, die noch nie etwas finanziert hat. Sinnvoll ist deshalb, einen ersten Ankerbauträger zu gewinnen, während der Lizenzantrag geschrieben wird, damit Zulassung und erstes Angebot im selben Quartal ankommen und nicht zwei Quartale auseinanderliegen.

Was muss Immobilien-Crowdfunding-Software vom ersten Tag an leisten?

Immobilien-Crowdfunding-Software hat vor allem eine Aufgabe: Sie muss die Regulierung automatisch durchsetzen, damit Compliance eine Eigenschaft des Systems ist und keine Aufgabe auf einer To-do-Liste. Dazu gehört, das KIIS je Projekt zu erzeugen und zu versionieren, den Eingangswissenstest durchzuführen und Anleger zu sperren, die ihn nicht bestehen, Anlagegrenzen und Warnhinweise anzuwenden, die viertägige Bedenkzeit vor dem Geldfluss ablaufen zu lassen, die Prüfung jedes Projektträgers zu dokumentieren, Anlegergelder über einen lizenzierten Zahlungsdienstleister getrennt zu führen und die von der ESMA erwarteten Meldungen zu erzeugen.

Immobilien bringen eine zweite Anforderungsebene mit, die generische Crowdfunding-Software selten abdeckt. Projektmittel werden in Tranchen nach Baufortschritt abgerufen und nicht in einer Summe ausgezahlt, Beleihungsauslauf und Loan-to-Cost müssen je Projekt erfasst und Anlegern gezeigt werden, Sicherheiten wie eine Grundschuld werden mit dem verwaltenden Treuhänder nachgehalten, jedes Projekt sitzt üblicherweise in einer eigenen Projektgesellschaft, und Rückzahlungspläne verschieben sich, wenn sich der Bauzeitenplan verschiebt. Eine Plattform für die Immobilienfinanzierung braucht zudem einen Anlegerbestand, der über einzelne Projekte hinweg bestehen bleibt, denn die zweite und dritte Finanzierung wird an die Menschen verkauft, die die erste gezeichnet haben.

Ein Hinweis zur Frage, wo die Erlaubnisse liegen, denn davon hängt die Bauentscheidung ab. ONINO ist Softwareanbieter und kein lizenziertes Institut: Die ECSPR-Zulassung liegt bei Ihnen als Plattformbetreiber, und die lizenzierten Funktionen daneben, also Zahlungsverkehr, Verwahrung und Registerführung, laufen über vorintegrierte Partner, die die jeweilige Erlaubnis bereits besitzen. Der regulatorische Rahmen legt fest, was geschehen muss, die Software entscheidet, ob es beim fünfzigsten Projekt noch zuverlässig geschieht.

Selbst entwickeln oder eine White-Label-Crowdfunding-Plattform für Immobilien nutzen?

Kaufen, sofern die Software nicht selbst das Produkt ist, das Sie verkaufen wollen. Eine White-Label-Crowdfunding-Plattform für Immobilien ist Infrastruktur, die unter Ihrer Marke läuft, während ein Anbieter die regulatorische Logik darunter pflegt. Das Argument dafür ist eine Zeitrechnung und kein Vergleich von Lizenzgebühren.

Veröffentlichte Preislisten machen diese Zeitkosten konkret. EstateGuru, ein estnischer Immobilienkreditgeber, der im Mai 2023 von der Finanzaufsicht Finantsinspektsioon nach ECSPR zugelassen wurde und seit 2014 rund 952 Millionen Euro finanziert hat, berechnet Bauträgern eine Vermittlungsgebühr von 2,5 bis 4 Prozent der Darlehenssumme, eine jährliche Verwaltungsgebühr von bis zu 2 Prozent und behält bis zu 2 Prozent der Zinsmarge ein. Nach dieser Staffel entgehen einer Plattform je 1 Million Euro Finanzierungsvolumen, das sie noch nicht listen kann, mindestens 25.000 Euro Bruttoerlös, den sie nie in Rechnung stellt. EstateGuru vermittelte im Juli 2025 rund 5,4 Millionen Euro. Eine Plattform auf diesem Niveau verzichtet damit auf etwa 135.000 Euro für jeden Monat, den sie nicht live ist, und ein Betreiber im ersten Jahr sollte diesen Wert auf die eigene Pipeline herunterrechnen. Die Zahl, die eine Eigenentwicklung schlagen muss, ist also keine Lizenzgebühr, sondern die Monate an Gebührenerlös, die sie bis zum ersten veröffentlichten Angebot verbraucht.

Das zweite Argument ist aufsichtsrechtlich und nicht finanziell. Die Behörde prüft im Zulassungsverfahren Ihr Betriebsmodell, und eine Plattform, deren KIIS-Prozess, Wissenstest und Bedenkzeit bereits existieren und vorgeführt werden können, führt zu einem kürzeren Verfahren als eine Spezifikation, die dieselben Funktionen für später verspricht. Genau dafür gibt es die White-Label-Finanzierungsinfrastruktur von ONINO: Der regulierte Ablauf ist am Tag der Antragstellung vorführbar und wird nicht zur Abhängigkeit, auf die die Zulassung wartet.

Umgekehrt hat der Kauf einen realen Preis: Sie übernehmen die Roadmap eines anderen, und eine für Sie dringende Funktion kann hinter dem Wunsch eines anderen Kunden liegen. Die ehrliche Prüffrage lautet, ob Ihre Differenzierung in der Software steckt oder in den Deals. Liegt Ihr Vorsprung in einem Bauträgernetzwerk in Bayern oder in einer Nische wie Studentenwohnheimen, lizenzieren Sie die Technik. Liegt er in einer wirklich neuen Produktmechanik, entwickeln Sie sie selbst und akzeptieren den längeren Zeitplan.

Die Übertragbarkeit ist die eine Frage, die bewusst später beantwortet werden sollte. Anleger in Immobilienprojekten sind bis zur Rückzahlung gebunden, und manche Betreiber ergänzen später die Tokenisierung von Immobilien, damit Beteiligungen digital verbucht und, soweit rechtlich zulässig, leichter übertragen werden können. Das ist ein optionaler Ausbauschritt für eine Plattform, die Deals, Anleger und Lizenz bereits hat, und keine Startvoraussetzung. Wer es dazu macht, verliert häufig ein Jahr.

Womit Sie anfangen sollten

Letztlich ist die Lizenz der längste Pfad und die Pipeline das eigentliche Risiko. Von den fünf Ebenen hat nur die Zulassung eine Uhr, die Sie nicht kontrollieren, deshalb geht der Antrag zuerst raus, in einer Jurisdiktion, die nach Bearbeitungsgeschwindigkeit ausgewählt wird und nicht allein nach Heimatstolz. Parallel entscheidet die Dealpipeline darüber, ob die Plattform im ersten Jahr überhaupt etwas verdient, und sie entsteht in Gesprächen, die heute beginnen können, ganz ohne Erlaubnis.

Eine Variable lohnt 2026 die Beobachtung: Ein Branchenvorschlag vom Februar 2026 will die Projektgrenze von 5 Millionen Euro auf 12 Millionen Euro anheben, was die mögliche Größe einer einzelnen Projektfinanzierung deutlich verändern würde. Beschlossen ist nichts, planen Sie also mit 5 Millionen Euro und behandeln Sie eine höhere Grenze als Zusatzchance.

Wenn Sie einen Marktstart planen, buchen Sie eine Demo. Wir gehen gemeinsam durch, welche Ebenen bei Ihnen stehen und welche noch offen sind.

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